4.000 Jahre Steuern

Die hier vorliegende Weltgeschichte der Steuern wurde uns von unserem treuen Leser, Hr. George Rip Van Vanden Heuvel zusammengestellt.

Ob das sein Pseudonym ist, das wissen wir nicht. Wie Sie sich denken können, kommt Humor in diesem Artikel nicht zu kurz. Wir haben ihn zudem von den unzähligen Seiten im Original ein wenig gekürzt.

Herr Rip Van Vanden Heuvel erhält ein Freiexemplar seiner Wahl.

Anmerkung der Herausgeber: Wenn auch Sie ein Kapitel zu unseren Reports beitragen können, sei es eine besondere Information, etwas von allgemeinem Interesse oder ein humorvoller Beitrag, erhalten auch Sie unseren ganz persönlichen Dank, auch Sie werden namentlich erwähnt, wenn es Ihnen recht ist, die Bewunderung der Leser, ein Freiexemplar, ganz zu schweigen von der Unsterblichkeit des gedruckten Wortes!

Am Anfang, da waren die Steuern hoch. Da gab es diejenigen, die wie die Sklaven schuften und 100 Prozent Steuern zahlen mussten und die, die für die Steuereintreiber arbeiteten. Die Steuereintreiber jener Zeit waren die Adeligen, und deren Chefs waren die Könige.

Dann kam Alexander der Große. An der Spitze des großen mazedonischen Heeres versprach er jedem, der sich ihm widerstandslos ergab, einen absoluten Steuererlass.

Keine Verkaufssteuern, keine Vorzugssteuern, keine Eigentumssteuern, keine Mehrwertsteuern, keine Benutzergebühren oder Steuervollziehungen mehr. “Ich und mein Heer bekommen 10 Prozent, der Rest gehört euch, außerdem werde ich alle Steuereintreiber verschwinden lassen.”

Und seine Armee hielt Wort. Steuerbüro um Steuerbüro in Persien, Kleinasien, Ägypten und dem Rest der damaligen Welt verschwand vom Erdboden. Alexander dem Helden wurden Denkmäler errichtet, bevor er überhaupt einen Ort erreicht hatte. Überall schrie man frenetisch: “Komm zu uns, komm zu uns!”

Die Welt, nun in Händen von Alexander dem großen Steuerhelden, erlebte einen nie da gewesenen Wirtschaftsboom. Die Produktion lief auf Hochtouren. Die Menschen hatten Zeit zum Nachdenken, Schreiben und Erfinden. Die Kultur machte Riesenschritte vorwärts. Dann starb Alexander und andere Griechen hatten das Sagen.

Im Laufe der nun folgenden Jahrhunderte erhöhten die Herrscher nach und nach die Steuern. Als Folge dessen brach das Reich zusammen. Die Römer erschienen auf der Bildfläche und versprachen denen, die sich widerstandslos ergaben, niedrigere Steuern. Alle ergaben sich, außer einiger weniger Sozialisten in Israel, die deshalb gekreuzigt wurden.

Die Römer legten fest, dass es nur noch niedrigste Steuersätze geben würde, und daheim in Italien, da würde es überhaupt keine Steuern geben. Das römische Reich breitete sich nach allen Seiten aus und brachte Kultur, Gesetz und Geld ins Land.

Rom selbst wurde zur schillerndsten und lustigsten Stadt, die die Welt je gesehen hat. Sie führten Sklaverei, Herrschaft und andere Sportarten ein, wie ich aus einem Buch des berühmten zeitgenössischen Schriftstellers Lascivius erfahren konnte. Jeder in Rom gab sich Orgien hin, hielt sich viele Sklaven und lebte in der Schickeria.

Zur Verzierung von Wänden wurden pornographische Bilder gemalt. Etliche davon lassen sich noch in Pompeii bewundern. Sogar Steueroasen in Übersee schufen sie, zum Beispiel in Delos und an anderen Orten. (Wär’ ich nur vor 2000 Jahren auf der Welt gewesen!)

Ein paar Jahrhunderte später gelangte eine neue Generation Römer an die Macht. Diese erhöhten die Steuern, machten die Übersee-Steueroasen dicht und das schöne Reich zerfiel. Eine neue Gang von Steuereintreibern hatte Europa fest im Griff. Man nannte sie Vandalen. Ihr Credo war eine Steuer von 100 Prozent und der anschließende Tod des Steuerzahlers.

Eine stabile Steuergrundlage ergab sich so nicht. Aber trotz der Anti-Steuer-Kreuzzüge von Attila dem Hunnenkönig und Dschingiskhan konnten sich die Feudal- und Kirchenherren mit ihren Höchststeuern über Jahrhunderte behaupten. Das war das dunkle Mittelalter.

Dunkel? Klar, wer konnte sich schon leisten, Licht anzuschalten.

Während dieser Zeit brachten die Araber einen großen Teil Europas ohne Teile Frankreichs und Deutschlands in ihre Gewalt. Unter ihrem wohlwollendem Despotismus und der Niedrigsteuerpolitik kamen die Menschen zu beachtlichem Reichtum.

Tatsächlich zogen viele Christen die Herrschaft der Araber der der Feudalherren vor. Es ging ihnen nämlich wesentlich besser. Die Araber glaubten an Handelsfreiheit, Meinungsfreiheit, Toleranz und niedrige Steuern. Niemand musste ihrer Kirche, also Moschee, beitreten. 20 Prozent war der Steuerhöchstsatz.

Daraufhin reduzierten einige noch nicht von den Arabern eroberte isolierte Handelsposten, z.B. Venedig in Italien, ihre Steuern, und die Wirtschaft boomte. Niedrige Steuern brachten jedem Arbeit und Wohlstand.

Man versprach niedrige Steuern, und so gelang es, die Araber zu vertreiben. Um ihr Versprechen zu halten, schickte das neue spanische Königspaar Kolumbus auf die Reise, und Amerika wurde entdeckt. Den dort entdeckten Indianern wurde eine Steuer von 100 Prozent auferlegt, ihr Gold unterstütze die Europäer.

Die Indianer zahlten die 100 Prozent und rackerten sich zu Tode. Wo es kein Gold gab, hatten die europäischen Kolonisten hart anzupacken. Nach einer amerikanischen Steuerrevolte mussten die Briten von Amerika ablassen. Es dauerte dann wieder 125 Jahre, um Steuern dorthin zu bringen, wo die Briten sie bereits gehabt hatten.

Die Demokratische Partei wurde gegründet, ihre erste Tat war eine Steuererhöhung. Jeder, dem an seiner Freiheit etwas lag, machte sich auf nach Westen – Go West! Bis zum Jahr 1914 war auch der Westen den Steuern zum Opfer gefallen, als der amerikanische Kongress die Einkommenssteuer per Gesetz einführte. Nirgendwo gab es mehr einen sichern Ort.

Jeder, Ernest Hemingway und Gertrude Stein eingeschlossen, machte sich auf nach Paris. Aber auch die Franzosen erhöhten daraufhin die Steuern, um die Maginot Formation, eine Tanzgruppe bei den Follies Bergères, und andere Frivolitäten zu finanzieren.

Auf der ganzen Welt schossen die Steuern in die Höhe, und jeder war schlecht gelaunt. Darum kam es dann auch zum Ersten Weltkrieg.

Nach dem Krieg wurde Deutschland eine Reparationssteuer von 100 Prozent auferlegt. Das konnte es aber nicht aufbringen, so dass die Franzosen die deutschen Industrie- und Kohlebergbaugebiete beschlagnahmten. Aber auch das genügte den gierigen Franzosen nicht, die doch tatsächlich erwarteten, alle Kriegsschäden erstatten zu bekommen.

Also fraß eine Inflationssteuer alle Ersparnisse der Deutschen auf.

Das reichte immer noch nicht. Überall stiegen die Steuern. Die große Depression kam. Die Schulden der Deutschen waren um ein Vielfaches höher als alles, was sie besaßen. Ein Bankrott folgte dem anderen, jeder war ohne Arbeit und eine Anarchie drohte. Die stärkste Partei in den Städten waren die Kommunisten, jeder sah schwarz für die Zukunft.

Deutschland schrie nach dem Helden auf dem weißen Ross. Hitler kam einhergeritten.
Hitler wollte der einzige Steuereintreiber der Welt sein. Er befürwortete (wie schon andere Diktatoren vor ihm) eine Steuerrate von 100 Prozent. Alle, die nicht deutsch waren, wollte er tot oder versklavt sehen. Es gab da welche, die dem nicht zustimmten, und diese wanderten in Folge dessen in die Gaskammern.

Dabei mussten sie noch ihren Tribut in Höhe von 100 Prozent Steuern entrichten. Um diesem Schicksal zu entgehen, beschloss die restliche Welt, sich Hitler entgegenzustellen. Daraus ergab sich der Zweite Weltkrieg.

Nach dem Krieg wurde den besiegten Deutschen und Japanern der hohe amerikanische Steuersatz von 1945 aufgezwungen. Zehn Jahre lang kamen sie deshalb nicht auf die Beine. In ihren Ländern gab es nur Schutt, Armut und Traurigkeit.

Dann baten die Deutschen: “Wir werden uns natürlich an euren verdammt hohen Steuern halten, aber gebt uns eine kleine Chance: Geld für Überstunden soll steuerfrei sein.” Die Japaner baten um etwas Ähnliches, bei ihnen wurden die Erträge aus Investitionen, Dividenden und Sparzinsen steuerfrei. Damit ermutigte man die Menschen, nach Profit zu streben.

Und plötzlich, den möglichen Gewinn vor Augen, wurden die Deutschen und die Roboter imitierenden Japaner einfallsreich. Ihre Wirtschaften boomten.

In der Zwischenzeit wurde China von einer Hungersnot nach der anderen heimgesucht. Die Steuer für Allgemeingüter wurde von den Kommunisten (die in dem Fall einmal etwas richtig machten!) von einhundert auf null Prozent gesenkt. Die Agrarproduktion blühte. Innerhalb kurzer Zeit exportierte China Lebensmittel.

Hungersnöte gehörten für immer der Vergangenheit an. Dann richteten sie Freihandelszonen ein, wo alle die Chinesen, die dort lebten, zu Millionären wurden, während die Chinesen, die dem traditionellen Kommunismus ausgesetzt waren, wirtschaftlich und auch sonst auf der Stelle traten.

In den USA, wo die Steuersenkungen unter Kennedy ihre Wirkung taten, wuchsen Wirtschaft und Steuereinnahmen derart schnell, dass die USA die einzige ausgeglichene Staatsbilanz seit dem Zweiten Weltkrieg zusammenbrachten. So kam das “Laffer-Schaubild” zustande, nach dem mit Steuersenkungen die Steuereinnahmen steigen.

Dann bewirkten Johnson, Nixon, Ford und schließlich Carter einige “steuerpolitisch verantwortungsvolle” Steueränderungen (d.h. Erhöhungen). Die amerikanische Wirtschaft geriet ins Schleudern. Ronald Reagan steuerte dem mit einer “einfachen Lösung” entgegen. Er senkte die Steuern. Die Laffer-Kurve war wieder gültig. Die amerikanische Wirtschaft wuchs.

Schneller als irgendwo anders auf der Welt entstanden in Amerika neue Arbeitsplätze. Das einzige Problem dabei waren die Demokraten im Kongress, die (Sozial-)Leistungen an das Volk schneller verbrauchten, als das nötige Geld eingenommen werden konnte.

Nun leidet Großbritannien unter dem von der EU auferlegten Sozialismus. Beinahe wäre das Land mit Steuersätzen von 98 Prozent draufgegangen. Da erschien Margret Thatcher auf dem politischen Tapet, kürzte die Steuern und befreite das Land mit einem Schlag vom Sozialismus. Mit jedem Tag, den Thatcher an der Macht war, sah die Zukunft für England rosiger aus.

Für eine Zeit lang fielen – von einigen unverbesserlichen Ländern abgesehen – die Steuern weltweit. Kommunistische Länder, die außer ihren Ketten nichts zu verlieren hatten, fingen an, Steuern einzutreiben und dem Kapitalismus zu huldigen. Sie sind aber immer noch so vom Kommunismus geprägt, dass es noch Jahre dauern wird, bis sie das in Griff bekommen werden.

Der einziger Ort der Welt, wo Steuererhöhungen begrüßt werden, ist der amerikanische Kongress. Die Kongressabgeordneten mögen wohl ehrlich sein und es gut meinen. Es gab aber auf dem amerikanischen Kontinent eine andere Führungspersönlichkeit, die voller guter Absicht war.

Leider ist sein Name im Lauf der Geschichte verloren gegangen, als er in seiner historischen Rede zu seinem Volke sagte: “ Unser letzter steuerpolitischer Weg ist der Ausgleich der Staatsbilanz und die Sicherheit des Kreditmarktes.” Ob dieser Worte wandte sich sein Volk von ihm und verschwand im Dschungel. An jenem denkwürdigen und traurigen Tag fand die Maya-Kultur ihr Ende.

Der amerikanische Präsident George Bush sagte; “Wenn Sie mir von den Lippen lesen, werden Sie meine Worte verstehen: Keine neuen Steuern.” Er sagte das nur, um die Wahl zu gewinnen. Seine bürokratischen Schergen allerdings sind davon überzeugt, dass den reichen, berühmten und produktiven Menschen nachzustellen ist. Enteignung, Rechtsverlust (100 Prozent Steuern) und Gefängnis drohen jedem, der es wagt, erfolgreich zu sein oder die Wahrheit zu sagen.

Bush ist in Geschichte nicht belesen, er sieht nicht, was da passiert. Eine Besteuerung von 100 Prozent, Tod oder Freiheitsentzug für diejenigen Mitglieder der Gesellschaft, die am produktivsten sind, das hat noch nie Früchte getragen.

Heutzutage verlassen mehr Amerikaner denn je ihr Land und verzichten auf den “teuersten Pass” der Welt, genauso wie es seinerzeit die Mayas gemacht haben.

Dieser Report, den wir Ihnen hier anbieten (Wie man seine Freiheit behält) hat sich in der Welt der unterdrückten Reichen und nach Freiheit Strebenden zum Bestseller avanciert. Jeder, der etwas auf sich hält, liest diesen Bericht. Er erkennt dann das Licht am Ende des Tunnels.

Der unwiederbringliche amerikanische Unternehmergeist der vergangenen Jahre hat sich in nichts aufgelöst. Die amerikanische Wirtschaft geht den Bach hinunter. Wenn es so weiter geht, dann endet das alles genauso wie einst in der Großmacht Russland.

Newsletter-Eintragung: http://bit.ly/yS0lfw

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